Bhutan & Nepal - Architektur, Natur und die Tradition des Glücks auf dem Dach der Welt»
Wie im Titel beschrieben, erlebten wir eine interessante und vor allem eine abwechslungsreiche Reise. Kathmandu ist geprägt von hinduistischer und buddhistischer Baukunst. Nebst Tempeln, Klöstern und monumentalen Statuen bildeten die Durbar Squares der drei Städte Kathmandu, Patan und Bhaktapur einige der Höhepunkte. Der Verkehr in die- sen Städten ist enorm und entsprechend ist auch die Luft von Abgasen geschwängert. Im idylischen, autofreien Bandipur konnten wir jedoch frische Luft inmitten einer grünen Berglandschaft einatmen. Bevor es zur alten Königsstadt Bhaktapur zurückgeht, erlebten wir auf einer Kanufahrt und einer Jeepsafari die Schönheit der Natur im Chitwan Nationalpark in den subtropischen Tiefebenen Ne- pals. In dieser Gegend leben die Tharu, eine ethnische Minderheit. Wir erhielten einen interessanten Einblick in die Baukunst der Tharu. Auf der Reise durch Nepal begleitete uns Architektin Isha Rajbhandari-Shrestha, eine gebürtige Nepalesin, die in Konstanz lebt. Der Flug von Kathmandu nach Bhutan führ- te entlang der majestätischen Himalaya- Gebirgskette ins Königreich der Donnerdrachen und ins Land des Glücks. Wir befanden uns in Bhutan mehrheitlich über 2000 m. Im Gegensatz zu Nepal ist die Luft rein und der mässige Verkehr bewegt sich ruhig. Zudem ist es ein Land ohne Verkehrsampel. Der Buddhismus in Bhutan ist eng mit dem Vajra- yana-Buddhismus verbunden, der zahlreiche Klöster und Chörten/Stupas hervorgebracht hat. Ein unvergessliches Erlebnis war die Fahrt über den 3100 m hohen Dachu-La ins Punakha-Tal. Bei schönstem Wetter hatten wir einen Rundblick auf die schneebedeckte Bergkette der Siebentausender. Ein Spazier- gang führte uns zum beeindruckenden Punakha Dzong, dass sich etwas unterhalb der Zusammenflüsse des Mo Chhu (Mutterfluss) und Pho Chhu (Vaterfluss) befindet. Der Zugang erfolgt über eine Kragbrücke, die bei einer Sturzflut 1958 vollständig zerstört wurde. Mit schweizerischer Ingenieurkunst wur- de sie 2008 neu erstellt. Auf einem weiteren Spaziergang erreichten wir eine pagodenartige Stupa mit vier begehbaren Stockwerken und einer grossartigen Sicht auf die schnee- bedeckten Berge und die Reisfelder. Der anstrengende Aufstieg zum 3120 m hohen Tigernest-Kloster, das sich in den Vorsprung einer steilen Felswand schmiegt, bildete der Höhepunkt der Reise. Diese Reise wurde vom kompetenten Reiseleiter Inder Jeet Singh «Indi» begleitet. Durch seine Sprachkenntnisse bekamen wir direkten Zugang zur einheimischen Bevölkerung, was diese Reise von anderen unterscheidet. Die fröhliche Art und die witzigen Sprüche von Indi bleiben unvergesslich.
März 2025 / Teilnehmer, Markus Buchser
